Wirtschaftliches Potential
19.250 Arbeitsplätze in Deutschland
2,66 Milliarden Euro für den Staat – pro Jahr!
Fast 130 Millionen Menschen haben weltweit bereits legalen Zugang zu Cannabis als Genussmittel. In immer mehr Ländern wird über die Regulierung des Cannabismarktes diskutiert. Die Befürworter wollen für erwachsene Konsumenten, die sich bisher auf dem Schwarzmarkt versorgen, Fachgeschäfte und Verbraucherschutz einführen. Illegale Strukturen im Handel sollen verdrängt und durch kontrollierbare, lizenzierte Unternehmen ersetzt werden, die Steuern bezahlen und legale Arbeitsplätze schaffen.

Prof. Dr. Justus Haucap stellt seine Studie vor:
“Die Kosten der Cannabisprohibition in Deutschland”

In Deutschland gibt es ca. vier Millionen Cannabiskonsumenten, die jedes Jahr mehrere Hundert Tonnen Cannabis verbrauchen und dafür über zwei Milliarden Euro ausgeben.

Zur Zeit versickert dieses Geld unversteuert in dunklen Kanälen, zum Teil in den Händen organisierter Kriminalität. Gleichzeitig gibt der Staat jedes Jahr Milliarden aus für die Strafverfolgung der Händler und Konsumenten.

Laut einer Studie des Wirtschaftswissenschaftlers Prof. Dr. Justus Haucap(1)Prof. Dr. Justus Haucap – Die Kosten der Cannabisprohibition in Deutschland, November 2018 hat die Legalisierung von Cannabis als Genussmittel für Erwachsene enormes wirtschaftliches Potential. Seinen konservativen Berechnungen zufolge könnten in Deutschland 19.250 Arbeitsplätze entstehen. Durch Einsparungen bei der Polizei und diverse Steuereinnahmen hätte der Staat zudem rund 2,66 Milliarden Euro mehr in der Kasse – pro Jahr!
Zusammensetzung von 2.66 Mrd. Euro durch Einsparungen und Einnahmen (in %)(2)Prof. Dr. Justus Haucap – Die Kosten der Cannabisprohibition in Deutschland, November 2018
  • gesparte Polizeikosten 1,07 Milliarden €
  • Lohnsteuer 145.182.755 €
  • Körperschafts-Steuer 87.391.500 €
  • Gewerbesteuer 25.673.390 €
  • Sozialvers.-Aufkommen 279.535.699 €
  • Umsatzsteuer 403.750.000 €
  • Cannabis-Steuer 650.000.000 €
USA: 243.700 Vollzeitbeschäftigte
im Cannabis-Sektor

Mit zunehmender Nutzung von medizinischem Cannabis und immer mehr US-Staaten, die die Pflanze auch als Genussmittel legalisieren, ist Cannabis ein Jobmotor und schnell wachsender Wirtschaftszweig in den USA.

Elf von fünfzig US-Staaten haben mittlerweile den Markt für Cannabis vollständig reguliert und Fachgeschäfte für Erwachsene eingeführt.

Job-Wachstum seit 2017:
Durch diese Entwicklung ist die Zahl der Vollzeit-Jobs in der Branche seit 2017 um 198 % gestiegen.
  • Vollzeit Arbeitsplätze

Quelle: Leafly Jobs Report 2020 (3)Leafly Jobs Report 2020

67 %
der US-Amerikaner halten die bisherige Legalisierung von Cannabis für einen Erfolg.(4)Pew Research Center – Two-thirds of Americans support marijuana legalization, 14.11.2019
250 %
geschätztes Arbeitsplatz-Wachstum in den USA von 2018 bis 2028(5)Employment Projections: 2018-2028, US Bureau of Labor Statistics, September 2019
Steuergeld für Schulsanierung –
Das Beispiel Colorado

Laut dem „Departement for Revenue“ und dem „Departement for Public Health & Enviroment“ hat der US-Bundesstaat Colorado innerhalb von fünf Jahren über eine Milliarde Dollar an Cannabissteuern eingenommen, die unter anderem für Schulsanierungen und soziale Projekte eingesetzt wurden.(6)Colorado Department of Revenue / Department of Public Health and Environment – Colorado marijuana industry continues to grow, revenue surpasses $1 billion to date, 12.06.2019

Zwischen 2014 und Mai 2019 wurden 6,5 Milliarden US-Dollar Umsatz mit Cannabis gemacht.(7)Wallstreet Online – Colorado legt seine überraschenden Cannabis-Zahlen vor, 13.06.2019 Allein 2019 waren es knapp 1,75 Milliarden. (8)Hanf Magazin – Rekord in Colorado: Cannabishandel mit 1,75 Milliarden Dollar Umsatz, 22.02.2020

In sechs Jahren haben 2.917 lizenzierte Unternehmen in Colorado 41.076 Arbeitsplätze geschaffen.(9)Wallstreet Online – Colorado legt seine überraschenden Cannabis-Zahlen vor, 13.06.2019 Und das bei einer Einwohnerzahl von ca. 5,7 Millionen. Das entspricht etwa der Population von Hamburg und Berlin zusammen.

„Es läuft sehr gut. Der Cannabismarkt schafft Zehntausende von Arbeitsplätzen, Steuereinnahmen für den Staat, reduziert Leerstand in Gebäuden und reduziert die Kriminalität.“
– Jared Polis, Gouverneur von Colorado (10)Leafly – Cannabismarkt: Colorado veröffentlicht Zahlen, 18.06.2019
Verdrängung des Schwarzmarktes –
Seit 2018 legal in Kanada
Kanada war im Oktober 2018 der erste westliche Industriestaat, der den Markt für Cannabis regulierte und Fachgeschäfte bzw. in manchen Provinzen zunächst ausschließlich staatlich kontrollierten Onlinehandel für Erwachsene einführte. Außerdem wurden in dem Zusammenhang vier Pflanzen pro Haushalt als privater Eigenanbau zugelassen. Ausgangspunkt war ein großer Schwarzmarkt.
„Profit aus den Händen von Kriminellen. Schutz für unsere Kinder. Heute ist Cannabis in ganz Kanada legalisiert und reguliert.“(11)https://twitter.com/justintrudeau/status/1052542290860883968
– Justin Trudeau, Premierminister von Kanada

Erst nach und nach etabliert sich das System des legalen Handels. Lizenzen für Shops und Anbau müssen vergeben werden, der legale Markt muss komplett neu entstehen.

Zwischen Oktober 2018 und September 2019 haben über 400 legale Shops rund 908 Millionen kanadische Dollar Umsatz gemacht (ca. 620 Millionen Euro) und somit dem Schwarzmarkt entzogen.(12)Statistics Canada – The Retail Cannabis Market in Canada: A Portrait of the First Year Seitdem ist der legale Markt weiter auf dem Vormarsch und erreicht immer mehr Konsumenten in der Fläche des großen Landes.

Im zweiten Quartal 2020 überstieg der legale Cannabismarkt mit 803 Millionen CAD zum ersten Mal den Umsatz auf dem Schwarzmarkt.(13)BBN Bloomberg – StatsCan: Legal pot spending beat black market for first time in Q2, 28.08.2020

1.000 Shops
für Cannabis in Kanada
seit Juli 2020. (14)BBN Bloomberg – Cannabis Canada: More than 1,000 legal pot shops open in Canada right now, 17.06.2020

Zurück in die Zukunft: Cannabis wird wieder legal

In immer mehr Ländern wird Cannabis legal oder zumindest entkriminalisiert – mit teilweise verblüffenden Folgen.

Risiko Strafverfolgung

Nur Dealer werden verfolgt? Dem widersprechen 180.000 Strafanzeigen im Jahr gegen Konsumenten.

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